Ich würde ja von mir selbst behaupten, ich schaue eher selten “in die Röhre”. So richtig bewusst TV einschalten eh nur zu House oder Lost, oder auch mal Formel 1. Vielleicht mal zum Einschlafen zappen oder zufällig einen Sonntag-Abend-Film erwischen kann auch sein. Sollte ich je darüber gegrübelt haben, wieso das so (wenig?!) is, seit gestern weiß ich es wieder.
Eine “neue” Folge House geht grade zu Ende, hat mir auch ganz gut gefallen, ich war aber auch wegen irgendwas am Rechner nur so halb bei der Sache und trotzdem werde ich stutzig, als nach dem Abspann die “Vorschau” auf die kommende Episode läuft. Denk ich doch, das haste doch schon mal gesehen… Nachgeforscht (nich ohne Hindernisse), und dann war klar. RTL wiederholt – ohne jeden Hinweis – nach 12 Folgen der 5. Staffel mal eben wieder Teile der 3. Staffel, angefangen dort nach scheinbar willkürlichem Gusto – einfach so. Nach einiger Suche fand ich ein Forum, in dem erklärt wurde, dass das mit den engen Zeitplänen zwischen Original- und deutscher Ausstrahlung zusammenhängt, irgendwann käme die Synchronisation nich mehr hinterher. Okay, könnte ich als Begründung gelten lassen, wenn das bei RTL irgendwo erwähnt worden wäre (”Neue Folgen im Herbst o.ä.)… Aber einfach still und heimlich so tun, als ob nix wär?!
Was denken denn die Herren und Damen von der Programm-Planung (den Ansatz zur Fähigkeit unterstelle ich einfach mal…)? Dass der Zuschauer das nicht merkt? Dass es sich irgendwie versendet? Dass die Einschaltquote trotzdem hält, weil genug Leute sagen, wow, die Folge von irgendwann mal fand ich gut? AUFWACHEN! Ich weiß, dass sowas früher funktioniert hat. Aber ich weiß auch, warum Amazon und iTunes in letzter Zeit unheimlichen Erfolg darin haben, Serien zu verkaufen/vermieten. Und da können die Programmchefs noch so oft mit den Füßen aufstampfen, wer auf der Stelle tritt, wird überfahren. Serenity, Enterprise und Sopranos hatte ich ja auch schon glücklicherweise ohne die Willkür von Programmplanern genießen können, werd ich es mit House in Zukunft halt auch so machen…
Erinnert mich gerade auch an einen der vielen Tage morgens auf dem Weg zur Arbeit, wenn mir mal wieder ein (”Sie müssen es nicht mal abbestellen”) Tageszeitungs-Abo aufgedrängt wird. Wenn es sich ergibt, sag ich gerne: “Brauch ich nich. Hab ich gestern schon gelesen.” Einmal kam als Antwort: “Nee, die is von heute. Mit neuen Themen.” Sag ich doch…
Was mich aber eigentlich gestört hat, dass es so (gefühlt) ewig gedauert hat, bis Google den richtigen Link ausgespuckt hat, woraufhin ich dann die Erklärung für das House-Rekapitulations-Feature bekam. Da wurde mir der Schwachpunkt von Goliath (mal wieder) vor Augen geführt. Aktualität. Google ist egal, wie alt eine Info ist. Wenn sie konsistent und gut verlinkt ist, schafft sie es bis ganz nach oben. Neuigkeiten können aber nicht binnen Sekunden diesen Status erreichen und es gibt bei der Anzahl von zu überprüfenden Websites auch keinen Hebel für Google, um jemals diesen Status zu erreichen.
Dann schon eher Twitter mit Hashtags… Obwohl man die kennen muss und zudem nich so einfach zu bedienen sind. Aber ich bin sicher, die nächste Innovation zur Aggregation von Informationen, die genau auf meine gestellte Frage passen, ist nur einen Steinwurf entfernt… Deshalb hab ich übrigens auch keine Angst vor der vielzitierten “Allmacht” des Suchmaschinen-Betreibers. Ägypten, das römische Reich und auch Google werden immer nur für einen Zeitabschnitt die Geschicke der Welt lenken und dann baden gehen. In diesem Zeitalter schneller als je zuvor…